Informationen über das Plankrankenhaus

Das Plankrankenhaus des Psychotherapeutischen Zentrums Bad Mergentheim behandelt Erwachsene über 18 Jahren und ist mit 25 Betten im Landesbettenplan Baden-Württemberg aufgenommen.

Das Behandlungsteam besteht aus dem Ärztlichen Direktor und zugleich Chefarzt im Plankrankenhaus Herrn PD Dr. med. Dipl. Psych. Georg Nikisch, der Ltd. Psychologin Frau Dipl. Psych. Psycholog. Psychotherapeutin Carola Sauer, sowie aus den Bezugstherapeutinnen, den Pflegekräften und den Kreativtherapeutinnen und -therapeuten.





Die Arbeitsweise unseres Plankrankenhauses ist ausgerichtet auf alle Krankheitsbilder, die durch emotionale Überlastung entstehen. Besondere Schwerpunkte haben sich gebildet in der Behandlung von Traumafolgestörungen und auch Dissoziationsstörungen.

Zur Behandlung gehören Einzeltherapie, Bezugsgruppentherapie, Großgruppentherapie, Gestaltungstherapie, Bewegungstherapie, Körperarbeit, meditativer Tanz und weitere zusätzliche Behandlungsformen wie Tönen, Rhythmusgruppe, Gestalten mit Ton, Speckstein, Stabilisierungsgruppe, in Einzelfällen Reittherapie und Einzelgestaltungstherapie.

Alle diese Behandlungen werden miteinander verknüpft durch das Vierphasenmodell des Psychotherapeutischen Zentrums Bad Mergentheim. Durch sorgfältige Stabilisierungsarbeit wird die Grundlage gelegt für eine Verbesserung der Verfassung, die Patientinnen und Patienten wirken an der Stabilisierung selbst sehr aktiv mit, nutzen ihre vorhandenen Fähigkeiten, bauen zusätzliche Fähigkeiten zur Selbstregulierung auf. In der Ressourcenorganisation ist das Ziel, die innere Balance zwischen emotional Belastendem und emotional Positivem wiederherzustellen, die meistens in längeren Krankheitsverläufen gründlich verloren gegangen ist. Exposition heißt, sich aktiv, vorsichtig und kontrolliert seelischem Belastungsmaterial anzunähern. Dies geschieht grundsätzlich einvernehmlich mit den Patientinnen und Patienten und stets so, dass keine Überlastung, sondern eine Entlastung entsteht. In der Neuorientierung richtet sich die Aufmerksamkeit auf den Übergang in den Alltag.





Das Behandlungsteam begleitet die Entwicklung der Patientinnen und Patienten sehr intensiv durch ständigen Informationsaustausch zwischen allen psychotherapeutischen und ärztlichen Mitarbeitern. Dadurch lassen sich auch komplexe psychosomatische Krankheitsbilder, zum Beispiel Schmerzstörungen oder dissoziative Anfälle erfolgreich behandeln.

Die Klinik hat sicherlich auch bedingt durch ihren guten Ruf, sehr viele Anmeldungen, was zu Wartezeiten geführt hat. Damit die Wartezeit aktiv genutzt wird, finden mit vielen Patientinnen und Patienten schon vor der stationären Aufnahme schriftliche Kontakte statt, in denen bestimmte Stabilisierungsziele schon prästationär vereinbart und erreicht werden können. Dadurch bildet sich bereits vor der stationären Aufnahme eine enge Zusammenarbeit, die Verfassung verbessert sich schrittweise und der Einstieg in die stationäre Psychotherapie gelingt nahtlos.

Nicht behandelt werden können instabile Suchterkrankungen, Patienten mit stark eingeschränkter Selbststeuerungsfähigkeit, aus der eine Selbst- und Fremdgefährdung resultiert oder lebensbedrohliches Untergewicht bei Essstörungen oder fehlende Krankheitseinsicht bei psychotischen Störungen.





Falls Sie eine persönliche Kontaktaufnahme mit dem ärztlichen Leiter wünschen, ist der einfachste Weg die E-Mail. Meist lassen sich Fragen zum Behandlungskonzept oder zum Behandlungsrahmen telefonisch klären. Nach sorgfältiger Prüfung der Anmeldeunterlagen und Übernahme der Kosten durch die zuständige Krankenkasse werden die Patienten einer Behandlungsgruppe zugeteilt und erhalten in der Reihenfolge ihren Behandlungsplatz dann, wenn in dieser Gruppe ein Platz frei wird. In der Regel sind wir aufgrund von Auflagen der Kostenträger an eine Behandlungsdauer von 6 – 7 Wochen gebunden. Es ist also wichtig, mit der Zeit und nicht gegen die Zeit zu arbeiten. Bei komplexen und intensiven Krankheitsfällen ist manchmal eine langfristige Behandlungsplanung gemeinsam mit den einweisenden Kollegen notwendig, sodass wir Etappenziele planen und fraktionierte bzw. Intervallbehandlungen durchführen.

Die Ltd. Psychologin Frau Dipl. Psych. Psycholog. Psychotherapeutin Carola Sauer hat die Möglichkeit, Patienten im Rahmen der Privatambulanz zu beraten und zu behandeln.








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